Turnerschaft Brunsviga-Brunonia

an der TU Carolo Wilhelmina zu Braunschweig

Grundsteinlegung

Grundsteinlegung zum Brunsviga-Heim

(Zeitungsartikel, keine Angabe über Quelle oder Datum vorhanden)

Für die Studenten, die dem Blau-Gelb-Blau der Turnerschaft Brunsviga zugeschworen haben, war der Sonntag ein Festtag erster Ordnung, denn an diesem Tage wurde der Erste Schritt zur Verwirklichung eines alten Traumes der Brunsvigen getan und der Grundstein zu einem eigenen Hause gelegt, das den Brunsvigen eine Stätte der Arbeit und der Erholung sein soll. An der Pestalozzistraße soll es erstehen an einem Platze, der sich zur bis zur Oker hinstreckt und für die Zukunft Möglichkeiten bietet zur Ausübung auch des Waffensports. Das neue Brunsvigenheim wird durch einen Garten von der Straße getrennt sein. Architekt Rasche hat es entworfen. Es soll in seinem äußeren Anblick schlicht und ruhig gehalten werden. Im Kellergeschoss befindet sich als Hauptraum der Pauksaal mit den Nebenräumen. Im Erdgeschoß befindet sich die Kneipe und neben dieser das Konventzimmer. Beide können bei größeren Veranstaltungen zu einem großen Saal vereinigt werden. Weiter sollen im Erdgeschoß Arbeitszimmer für die Aktiven Platz finden. Im Obergeschoß soll die Wohnung für den Hausmeister geschaffen werden, und außerdem noch Wohnräume für Studierende. Solche sollen auch gegebenenfalls im Dachgeschoß ausgebaut werden.

Die Grundsteinlegung dieses Baus, der schon im nächsten Frühjahr vollendet sein soll, war eine Feier mit dem üblichen studentischen Gepräge. Die Chargierten der "Brunsviga", der "Braunschweiger Studentenschaft" und der befreundeten Turnerschaft "Alania" waren im Wichs mit ihren Fahnen erschienen. Die aktiven Brunsvigen waren selbstverständlich vollzählig da. Auch die Alten Herren der Verbindung waren in großer Zahl erschienen, ferner Vertreter der Professoren und des Senats der Hochschule, ein Vertreter der Freundschaftskorporation "Hansea" Hannover, sowie die Baumeister und Vertreter der Handwerker. Der Bau wird von Architekt Bartels ausgeführt.

Oberingenieur Pini hieß die Erschienenen im Namen der Alten Herren und der Aktivitas der "Brunsviga" willkommen. Dann warf er einen kurzen Rückblick auf die Geschichte der Korporation, die vor 46 Jahren gegründet wurde, zunächst zur Pflege der Musik. Später wurde sie zur Vollkorporation ausgebaut. Dem neuen Hause wünschte er, dass es eine Pflegestätte echt deutschen Studententums werde und die alten Germanentugenden Treue, Freundschaft, Opferbereitschaft, Tapferkeit und Ehre in ihm gepflegt werden. Wenn diese Ideale hochgehalten werden, dann werde auch die Brunsviga fernerhin blühen. Neben dem Ernst der Arbeit mögen den Brunsvigen aber auch frohe Stunden in den neuen Räumen beschieden sein.

Darauf wurde die Urkunde von den anwesenden unterschrieben und in einer Kupferkassette dem Grundstein einverleibt. Polier Göttlink tat im Namen des Handwerks die ersten Hammerschläge, dann folgten die Architekten Bartels und Rasche.

Oberingenieur Pini weihte das Haus mit seinen Hammerschlägen dem blühen der Brunsviga. Er wünschte, dass die stolzen Mauern des Hauses unter den Farben Blau-Gelb-Blau jede Not und Fährnis überdauern möchten und das Haus immer deutscher Studentenehre geweiht bleibe.

Für die Aktiven der der Brunsvigen führte der Vorsitzende Richter die drei Hammerschläge.

Oberstudiendirektor Dr. Bergwitz überbrachte mit den Hammerschlägen die Wünsche des Verbandes der Turnerschaften. Dann folgte Professor Dr. Harbert als Vertreter von Rektor und Senat der Hochschule. Er wünschte dem Hause, es möchte sein ein Hort der Arbeit an Körper und Geist, der Erholung und des studentischen Frohsinns.

Die Wünsche der Braunschweiger Studentenschaft überbrachte deren Vorsitzender Weinader, die Wünsche der "Alania" deren Vorsitzender Poof und die Wünsche der "Hansea" Plinke aus Hannover.

Zum Schluss dankte Oberingenieur Pini für alle diese Wünsche. Damit schloss die Feier, die als günstiges Zukunftszeichen von hellem Sonnenschein umflutet gewesen ist.